Ethernet-gestützte Visualisierung: Überwachen und steuern direkt in der Ex-Zone
Um Prozessdaten im Feld darstellen zu können, wird eine Plattform benötigt, die sowohl den technischen Randbedingungen als auch den rauen Umgebungsbedingungen genügen muss. Aufgrund der offenen Architektur heutiger Prozessleitsysteme ist die Kommunikation auf der Basis von Ethernet eine unabdingbare Forderung an die Visualisierungskomponente. Jedoch herrschen in prozesstechnischen Anlagen extrem raue Umgebungsbedingungen: Starke Schwankungen bei Temperatur und Luftfeuchte sowie in der Luft befindliche Chemikalien, mechanische Belastungen durch von Maschinen verursachten Schwingungen sowie Belastungen durch die regelmäßige Reinigung der Anlagen stellen hohe Anforderungen Visualisierungsplattform. Sollen die Visualisierungssysteme im Ex-Bereich genutzt werden, ist zudem eine entsprechende Zulassung zwingende Voraussetzung.
Die klassischen Konzepte zur Datenübertragung aus dem Ex-Bereich benötigen KVM-Verstärker, da die PC-Videoschnittstellen ohne Verstärker lediglich einige Meter Transferstrecke gewährleisten konnten. Beim Einsatz von KVM-Verstärkern mussten die Daten entweder mit störanfälliger Analogtechnik übertragen oder zwischen KVM-Verstärker und der eigentlichen Übertragungsstrecke zusätzlich aufwändige A/D- beziehungsweise D/A-Wandler geschaltet werden. Die Philosophie des VisuNet-Konzeptes ist es, dass sämtliche Daten ohne zusätzliche Komponenten über ein Netzwerk übertragen werden können. Die Nutzung einer Verbindung auf der Basis von Ethernet und des TCP/IP-Protokolls bedeutet den Verzicht auf proprietäre Strukturen. Ein in der Ex-Zone platziertes VisuNet wird damit zur "ganz normalen" Hardwarekomponente im Netzwerk, das durch seine IP-Adressen eindeutig identifizierbar ist.
VisuNet PC and Remote Solution VisuNet RM