Rhein Chemie profitiert von Entscheidung für Remote I/O
Unschlagbar bei Feldbus-Migrationslösungen
Über Rhein Chemie
"Bewährtes nicht unbedingt verlassen, aber neue Möglichkeiten intensiv nutzen"
Bild 1: Teilanlage mit zugehörigem Schaltkasten
Im Jahre 1992 wurde die Anlage von Pneumatik auf Elektrik umgestellt. Es musste grundsätzlich entschieden werden, wie die Feldgeräte an das neue Leitsystem angebunden werden sollen:
- Anbindung unter Bewahrung des Gerätebestandes und der vorhandenen Feldverkabelung durch die Remote I/O-Technologie (RIO).
Vorteile:
– platz- und kostensparende Installation zwischen RIO und Leitsystem,
– zentraler Zugriff auf Feldgeräte möglich - Anbindung durch eine generelle Neuinstallation mit Anschluss (neuer) PROFIBUS-PA Feldgeräte direkt an PROFIBUS mit Vorteilen bezüglich
– Topologie,
– Speisung über den Bus,
– Tauschbarkeit der Geräte,
– umfangreicher Diagnose u.a.
Die Lösung der Rhein Chemie
Die Weiterleitung der Signale vom RPI erfolgt über PROFIBUS DP – in einer Kombination aus Drahtkabel und Lichtwellenleiter mit entsprechenden Umsetzern – in den Schaltraum und dort zu dem zugeordnetem Freelance Controller (Bild 3). Der Lichtwellenleiter-Übertragungsweg zwischen Feld und Schaltraum ist entweder ringförmig (Bild 2, links) oder sternförmig (Bild 2, Mitte) ausgebildet.
Alle Schaltkästen in der Mehrzweckanlage sind identisch aufgebaut, was Themen wie TÜV-Zulassung, Wartungsarbeiten oder auch Kopieren von Dokumentation oder Software sehr erleichtert. Gleiches gilt für Bau und Prüfung der Schränke beim Lieferanten. Die Schaltschränke werden bei Pepperl+Fuchs im Werk Bühl gefertigt.
Bild 2: Anlagentopologie nach und vor Modernisierung
Nutzen für den Betreiber
- die unverändert bleibende Feldinstallation aus Geräten und deren Punkt-zu-Punkt Verbindungen zum Remote I/O
- die Weiterverwendung kostengünstiger 4…20 mA-Geräte
- die Weiternutzung der vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen bei Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung
- die Möglichkeit zum rückwirkungsfreien Austausch von Komponenten während des Betriebes ("Hot Swapping")
- die kostengünstige und platzsparende Verkabelung vom Remote I/O zur Leitwarte
- die Möglichkeiten des zentralen Zugriffs auf alle Geräte z.B. aus einem Wartungssystem
- die Möglichkeit zu späteren Modernisierungen (umfangreiche Diagnose, zentrale Bedienung, Einführung von PROFIBUS PA-Geräten)
Zu den positiven Erfahrungen der Rhein Chemie zählen vor allem
- die leichtere und schnellere Wartung
- die Möglichkeit zu Online-Erweiterungen
- Änderungen vor Ort ohne Betriebsstillstand
- die an der Anlage bereitstehenden Informationen
So liefert die LCD-Anzeige des RPI Diagnoseinformationen über den Schaltzustand der binären Signale, über die analogen Messwerte oder über die Plausibilität des Stellwertes. Das ist für das Wartungspersonal eine große Hilfe und erleichtert die Fehlersuche erheblich.
Bild 3: Schaltkasten (links) und zugehörige Komponenten im Schaltraum (rechts)
2 PROFIBUS DP zwischen RPI und DP/LWL-Koppler
3 Ausgang DP/LWL-Koppler zum Schaltraum (Lichtleiter)
4 Eingang in den LWL/DP-Koppler im Schaltraum vom Schaltschrank
5 Ausgang aus dem LWL/DP-Koppler zum Controller (PROFIBUS DP)