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    Erdgasförderung mit FieldConnex®

    Noch vor 2010 wird nach Meinung von Experten die Förderung von selbsttätig austretendem Erdgas im Gasfeld Groningen auslaufen. Das Gasfeld Groningen wurde bereits 1959 in Betrieb genommen. Mit seinen ursprünglich 2.700 Mrd. Kubikmetern war es eines der größten Erdgasvorkommen der Welt. Die Betreiberin, die 1947 gegründete Nederlandse Aardolie Maatschapij BV (NAM BV), ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Shell BV und der Esso BV. Mit einer jährlichen Fördermenge von 50 Mrd. Kubikmetern Gas sowie knapp 1 Mrd. Kubikmeter Öl ist die NAM BV der größte Erdgasproduzent der Niederlande.

    Die im Gasfeld Groningen verbleibenden Reserven können unter Zufuhr von Druckluft gefördert werden. Auf diese Weise lässt sich die Gasförderung für weitere vierzig Jahre sicherstellen. Für die Restförderung ist eine Umrüstung der Bohrlochkopfgruppen erforderlich, die als zukunftssichernde Maßnahme im Rahmen des Groningen Long Term Projekts (GLT) durchgeführt wird.

    Modernisierung der Bohrlochkopfgruppen

    Die ersten elf Bohrlochkopfgruppen wurden bereits 1998 umgerüstet, den Zuschlag für die Ausrüstung erhielt nach mehreren Ausschreibungs- und Angebotsschritten das niederländische STORK GLT Consortium. Dessen Hauptgerätelieferant (main instrument vendor) ist Yokogawa. Der japanische Leitsystemhersteller liefert vom Anlageninformationssystem über Sicherheitsysteme und dezentrale Steuersysteme bis hin zu einzelnen Geräten die gesamte Ausstattung der Anlage.

    Erdgasvorkommen in den Niederlanden

    Erdgasvorkommen in den Niederlanden (Quelle: NAM BV)

    Das STORK GLT Consortium ist mit der Modernisierung der gesamten Groninger Anlage beauftragt. Die 29 Bohrlochkopfgruppen des Feldes, von denen jede aus etwa zehn Bohrlochköpfen mit insgesamt 25.000 Tag-Nummern besteht, werden von etwa 460 Stationen gesteuert, die wiederum auf 25 Bereiche verteilt sind. Der Gesamtumfang der Anlage wird auf 640.000 Tag-Nummern geschätzt.

    Umstieg auf Feldbustechnik

    Für die erste Modernisierungsphase im Jahr 1998 war noch konventionelle Technik im Einsatz, hier konnte ein Mitbewerber den Auftrag für sich gewinnen. Die aktuelle Projektphase mit sieben weiteren Bohrlochgruppen hingegen basiert auf Feldbustechnologie, bei der hohe Leistungsaufnahme und eine gute Ausnutzung der verfügbaren Kabellängen eine entscheidende Rolle spielten. Das geschätzte Investitionsvolumen im Bereich Interfacetechnik liegt bei über 2 Mio. Euro.

    Mit unseren FieldConnex® Feldbusbarrieren, Ventilkopplern und Netzteilen konnten wir letztlich die NAM BV überzeugen und wurden in ihre Liste der bevorzugten Lieferanten aufgenommen. In der Zwischenzeit hat Pepperl+Fuchs sowohl den Auftrag für den Foundation Fieldbus Teil in Spitzbergen als auch für die konventionelle Interfacetechnik rund um das dezentrale Steuerungssystem und das Sicherheitssystem erhalten.

    FieldConnex® setzt sich durch

    In der letzten Phase der Ausschreibung konnten wir uns mit der Kombination aus FieldBarrier, Ventilbox und Netzteil sowie einem speziell angepassten Softwarepaket durchsetzen.

    Unsere Produkte
    FieldBarrier
    Ventilkoppler
    PowerHub Systeme
     
    Weitere Information
    Interessantes rund um das Thema Erdgasförderung in den Niederlanden findet sich auf der Website der NAM BV im Bereich Library