Pepperl+Fuchs übernimmt Produktbereich
»Eigensichere Instrumentierung« von COOPER Crouse-Hinds GmbH
Am 7. Juli hat die Pepperl+Fuchs GmbH in einem »Asset Deal« alle für die Durchführung des Geschäftes mit eigensicherer Instrumentierung notwendigen Geschäftsgegenstände von COOPER Crouse-Hinds GmbH erworben. Der 5-Milliarden-US$-Konzern COOPER Industries stand vor der Entscheidung, einen eigenen Vertriebskanal für eigensichere Automatisierungsprodukte zu entwickeln, entschloss sich dann aber, das Geschäftsfeld mit etwa € 11 Mio. Umsatz zu veräußern. Mit dem Erwerb der Assets gingen auf Pepperl+Fuchs auch insgesamt neunzig Arbeitsverhältnisse über, die zum größten Teil am ebenfalls übernommenen Standort Bühl angesiedelt sind.
Für den Erwerb sprachen im Wesentlichen sechs Gründe:
- 30 % Umsatzzuwachs im wachstumsschwachen deutschen Markt.
- Remote I/O-Systeme LB und FB decken eine signifikante Lücke im Pepperl+Fuchs-Portfolio ab.
- Zugang zu einer Reihe potenzialstarker Altkunden.
- Sichern von Projektvolumina mit insgesamt nahezu 20.000 Fieldbarrier-Produkten und kundenspezifischen Feldboxen.
- Nennenswerte Zuwächse in Irland und Brasilien.
- Marktkonsolidierung und Wettbewerbsabwehr.
Standort Bühl wird Kompetenzzentrum
Zur Zeit arbeiten insgesamt neun Teams an der Integration des Bühler Standortes in die Pepperl+Fuchs-Gruppe und der Fortschritt der Integrationsprojekte ist beeindruckend. Ohne die Detailergebnisse der Integrationsteams vorwegzunehmen, kann sicherlich heute schon gesagt werden, dass
- Pepperl+Fuchs den Standort Bühl erhalten und ausbauen wird,
- der Standort Bühl sich zum Kern der Produktkompetenz für das Thema Remote I/0 entwickeln wird,
- im Produktionsbereich Prozesse etabliert sind oder werden, die im Wesentlichen komplementär zu Mannheim sind.
Die zwischenzeitlich bereits (zurück-)gewonnenen Projekte Reliance JERPII und ABB ONGC geben nicht nur zusätzlich Motivation und Auftrieb, sondern belegen schon jetzt eindrucksvoll, dass die angestrebten Integrations- und Synergieziele erreichbar sind.