Remote I/O ergänzt Feldbus Technologie im explosionsgefährdeten Bereich
Pepperl+Fuchs hat über viele Jahre eine Vorreiterrolle bei der Bustechnologie übernommen. Die chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie setzt die damit verbundenen Kosten sparenden eigensicheren Schnittstellen für mess- und regeltechnische Aufgaben ein.
Um zu unterstreichen, dass Pepperl+Fuchs das Ziel verfolgt, seine führende Rolle im Markt der Feldbustechnik auszubauen, hat das Unternehmen den Geschäftsbereich Eigensicherheit mit Sitz in Bühl/ Baden von Cooper Crouse-Hinds, einer Tochtergesellschaft der Cooper Industries USA im Juli 2006 aufgekauft.
Die an diesem neuen Standort gefertigten Produkte schließen u. a. eines der führenden Remote I/O Systeme des Marktes ein. Während Foundation Fieldbus und Profibus PA Feldgeräte mit rein digitaler Übertragungstechnik adressieren, können Remote I/O für die Prozessautomatisierung mit analogen und binären Signalen aller Art einschließlich der bewährten 20 mA arbeiten.
HART Kommunikation ermöglicht Asset Management
Remote I/O sind besonders bei der Modernisierung bestehender Anlagen und bei Erweiterungen wertvoll, da die vorhandene Feldinstrumentierung erhalten bleibt und so erhebliche Einsparungen erreicht werden. Remote I/O öffnet durch HART Kommunikation auf dem Bus auch die Tür zum Asset Management. Der volle Nutzen der installierten Basis an HART Transmittern wird dem Anlagenbetreiber jetzt in einer viel effizienteren Weise als früher zugänglich. Statt konventionelle Handbediengeräte zu nutzen, die einzeln an jeden Stromkreis anzuschließen waren, adressieren Remote I/O die Feldgeräte in ähnlicher Weise wie ein HART Multiplexer. Remote I/O schaffen dies ohne Zusatzverdrahtung und ohne weitere Hardware. Einige Leitsysteme bieten sogar HART Kommunikation über den Profibus als integralen Bestandteil ihrer eigenen Engineeringsoftware.
Remote I/O bietet HART Kommunikation
Profibus Klasse 2 Master für beliebige Leitsysteme
Sollte das bevorzugte Leitsystem die HART Kommunikation über Profibus nicht selbst unterstützen, kann ein Klasse 2 Master in Form eines Laptops oder PCs auf demselben Bus installiert werden. Dieser arbeitet völlig unabhängig vom Leitsystem und wird keinerlei störenden Einfluss auf die Funktion des PLS haben. Der Klasse 2 Master erschließt die vollständige HART Befehlsstruktur und erlaubt es dem Anwender Feldgeräte über den Bus zu konfigurieren und sogar Asset Management Funktionen zu nutzen wie sie in vielen HART Softwarepaketen heute angeboten werden.
LB/FB Remote I/O von Pepperl+Fuchs agieren dabei als HART Modem und empfangen und senden HART Telegramme einer Workstation oder von einem Profibus Master über den Profibus. Sie modulieren die 20 mA der Stromschleife des angeschlossenen Transmitterspeisemoduls oder des Ausgangstrenners. Im Gegenzug werden die Antworten der Feldgeräte zurück zum Leitsystem oder zum Profibus Klasse 2 Master mit Hilfe der Nested Communication (geschachtelte Kommunikation) des Profibus DPV1 gesendet.
Reduzierter Verdrahtungsaufwand durch Installation im Ex-Bereich
Remote I/O Stationen können in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 errichtet werden und damit deutliche Einsparungen bei der Verdrahtung erreichen. Es ist auch möglich die Signale mit nicht HART-fähigen Stromkreisen und Stromkreisen in erhöhter Sicherheit in derselben Remote I/O Station zu kombinieren.